Gicht - Was ist das?

  
Gicht ist eine schmerzhafte Erkrankung der Gelenke, die durch ein Zuviel an Harnsäure im Blut hervorgerufen wird. Die scharfkantigen Harnsäurekristalle greifen die Gelenke an, sodass sie sich entzünden.

Früher wurde die Gicht auch das "Zipperlein" genannt, ein Begriff, der heute für viele lästige und quälende Erkrankungen scherzhaft benutzt wird.

Lange Zeit wurde die Gicht für eine Art Rheuma gehalten, weil bei beiden entzündliche Gelenkschmerzen eine Rolle spielen. Erst später wurde die Gicht als eigenständige Krankheit erkannt.

Der wissenschaftliche Name "Arthritis urica" deutet mit seinem ersten Namensteil auf die gedankliche Verbindung zum Rheuma hin. "Arthritis" bedeutet Gelenkentzündung, was ja auch das verbindende Element von Gicht und Rheuma ist. Der Wortteil "urica" kommt von der Harnsäure. Andere wissenschaftliche Namen der Gicht lauten Urikopathie und Arthropathica urica.

Bei der Entstehung der Gicht spielt eine Ernährung mit einem hohen Anteil von Fleisch eine große Rolle, außerdem fördern starker Alkoholgenuss und Übergewicht den Ausbruch der Gicht.

Es gibt verschiedene Typen der Gicht, die unterschiedliche Ursachen haben.

Bezeichnung Erklärung
Primäre Gicht Veranlagung als Grundvoraussetzung
Sekundäre Gicht Folge von Diabetes mellitus, Tumoren, Nierenschwäche, Anämien

Siehe:

Akuter Gichtanfall

Meistens beginnt die Gichterkrankung mit einem akuten Gichtanfall. Auch im weiteren Verlauf ist die typische Gicht von akuten Anfällen geprägt und beschwerdefreien Pausenfällen.

Beim Gichtanfall entzündet sich ein Gelenk innerhalb von kurzer Zeit und beginnt heftig zu schmerzen.

Häufig ist das Grundgelenk der grossen Zehe von akuten Gichtanfällen betroffen.

Siehe:

Chronische Gicht

Die Gicht wird zur chronischen Gicht, wenn sie in ihrer akuten Form nicht ausreichend behandelt und die Ernährung nicht umgestellt wird.

Bei der chronischen Gicht schädigen Harnsäurekristalle die Gelenke dauerhaft und können auch die Nieren massiv schädigen.

Siehe:

Behandlung

Bei der Behandlung der Gicht spielt die Umstellung der Ernährung die wichtigste Rolle.

Generell sollte die Ernährung weniger Eiweiss enthalten, vor allem von Innereien, Fleisch, Fisch und Hülsenfrüchten. Milchprodukte können problemlos gegessen werden und auch manche Fleischarten in geringen Mengen.

Auch auf Alkohol sollte möglichst verzichtet werden.

Im akuten Gichtanfall gibt es spezielle Schmerztherapien und zur generellen Senkung des Harnsäurespiegels im Blut gibt es extra Medikamente.

Siehe:


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